poesia, tradução

Robert Walser (1878-1956)

durante esta estadia na suíça, numa gentilíssima bolsa de tradução oferecida pela übersetzerhaus looren, tenho me debruçado sobre uma parte da obra de robert walser menos conhecida, a poesia. não vou repetir o que já escrevi sobre sua prosa, que vocês podem ler aqui. só gostaria de marcar que a poesia de walser, pelo que pude conversar com suíços mesmo, também não é muito conhecida nem no próprio país. uma pena, porque perdem o ritmo desses versos encantatórios, de melodia fina. uma pena, porque perdem a força absurda dos absurdos que aí aparecem. uma pena, porque perdem o impulso que essa obra gera. uma pena terrível, ainda pior fora da língua alemã, mas que a gente remedia como pode.

faço aqui a minha parte, com quatro poemas.

quem sabe, abertura para mais.

canteiro de obras.

guilherme gontijo flores

* * *

Além

Eu quis ficar parado,
o impulso leva além,
por entre negros ramos,
por sob os negros ramos,
eu quis fincar parado,
o impulso leva além,
por entre verdes campos,
adentro os verdes campos,
só quis ficar parado,
o impulso leva além,
em frente a pobres casas,
nalgumas pobres casas,
quem dera estar parado,
e ver a tal pobreza,
e ver vagar fumaça
acima ao céu, quem dera
um longo estar parado.
Assim falei e ria,
e riu campestre verde,
riu fumo da fumaça,
o impulso leva além.

Weiter

Ich wollte stehen bleiben,
es trieb mich wieder weiter,
vorbei an schwarzen Bäumen
doch unter schwarzen Bäumen
woll’t ich schnell stehen bleiben,
es trieb mich wieder weiter,
vorbei an grünen Wiesen,
doch an den grünen Wiesen
wollt’ ich nur stehen bleiben,
es trieb mich wieder weiter,
vorbei an armen Häuschen,
bei einem dieser Häuschen
möcht’ ich doch stehen bleiben,
betrachtend seine Armut,
und wie sein Rauch gemächlich
zum Himmel steigt, ich möchte
jetzt lange stehen bleiben.
Dies sagte ich und lachte,
das Grün der Wiesen lachte,
der Rauch stieg räuchlich lächelnd,
es trieb mich wieder weiter.

§

E foi

Leve acenou com seu chapéu
e foi, se diz do mercador.
Rasgou as folhas da uma árvore
e foi, se diz do duro outono.
Rindo espalhou suas mercês
e foi, se diz da majestade.
Bateu à noite nesta porta
e foi, se diz da dor no peito.
Mostrou em pranto o coração
e foi, se diz de um homem pobre.

Und ging

Er schwenkte leise seinen Hut
und ging, heisst es vom Wandersmann.
Er riss die Blätter von dem Baum
und ging, heisst es vom rauhen Herbst.
Sie teilte lächelnd Gnaden aus
und ging, heisst es von der Majestät.
Er klopfte nächtlich an die Tür
und ging, heisst es vom Herzeleid.
Er zeigte weinend auf sein Herz
und ging, heisst es vom armen Mann.

§

Ao lado

Eu faço a caminhada;
que passa além do prado
e logo volta; nada
digo; estou ao meu lado.

Beiseit

Ich mache meinen Gang;
der führt ein Stückchen weit
und heim; dann ohne Klang
und Wort bin ich beiseit.

§

Dístico

Assumo que não li nenhuma página de Marcel Proust;
sem conhecer a grande obra, nada sei do que se ajuste.

Vi por acaso as casas Fugger de Augsburg num jornal,
por causa deles na Alemanha sofro da balança comercial.

O banco em que subira a moça, meus queridos, sim, eu vi no viço
brilhando só pelo prazer interno de prestar serviço.

Na igreja vi cantar cantora tão incrivelmente linda: força é que eu confesse
que me senti qual neve pura que de súbito fundida se esvanece.

Mais cedo recebi a carta de um doente triste no abandono.
O forte conteúdo me assolou, até até cair no sono.

O embate deste afã de vida contra a ânsia criadora pouco me molesta;
a natureza, um vinho e um casebre junto ao campo me aliviam cá na testa.

Sem gosto pela vida que ele amara, faleceu Tolstói,
um grande Shakespeare com tragédias claras e comédias secas só lhe dói.

Ah, flórida imortalidade na incompleta vida dada a Heinrich Heine,
Miss Vidagora o censurou pesado e Dama Vidapós deixou-o assim just fine.

Couplet

Ich bin mir schuldig, dass ich nächstdem lese einen Band von Marcel Proust;
bis heut’ ist mir noch nicht das Mindeste von diesem eminenten Mann bewusst.

Vom Fuggerhaus zu Augsburg fand ich kürzlich ein’ge Zeitschfritabbildungen
und bin an Hand derselben in den Handelsblütezustand Deutchlands eingedrungen.

Den Stuhl, von dem ein Fräulein sich erhoben hatte, sah ich euch, o Freunde, glänzen
vor nichts, als vor Vergnügtheit wegen Diensterwiesenheitstendenzen.

In einer Kirche sang ein Sängerinnenexemplar so unbeschreiblich schön, ich will’s gestehn,
dass ich mir erstens rein wie Schnee und andersteils erweicht erschien bis zum Zergehn.

Heut’ früh erhielt ich einen vor Gekränktheit fassungslosen, tiefergriffnen Brief.
Aus Grund des Inhalts, der mich nicht beruhigt lassen sollte, schlief ich tief.

Noch hat der Zwiespalt zwischen Lebenswunsch und Schaffensdrang mich nie gar lang belästigt,
Natur und ein Glas Wein in einem Landgasthaus haben mich jeweils hübsch in mir befestigt.

O, von welch blühender Unsterblichkeit ist wieder dieser doch so unkomplett gewesne Heinrich Heine.
Frau Mitwelt hielt ihm vor, er sei nicht sauber, doch die Dame Nachwelt kam mit ihm ins Reine.

 

 

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tradução

3 traduções para 1 poema de Paul Celan

celan-paul

recentemente eu conversava com a poeta adelaide ivánova sobre o poema “engführung” do celan. ela me explicava os versos bonitos e falava sobre as traduções existentes para o português. fiquei encafifado com o dito poema e no começo dessa semana pedi ao guilherme gontijo flores que o traduzisse. ele, pronta e maniacamente, traduziu. em pouquíssimas horas. o resultado é esse que vocês podem conferir abaixo.

como o poema é demasiado grande, deixarei linkadas as outras traduções que encontrei na internet, pra não deixar o post irritantemente longo. encontrei, na revista zunái, uma tradução feita por simone homem de mello (clique aqui). uma outra tradução encontrada foi a feita por claudia cavalcante (clique aqui). infelizmente, não consegui encontrar online a tradução feita por flávio kothe.

 

sergio maciel

 

* * *

 

ENGFÜHRUNG

VERBRACHT ins
Gelände
mit der untrüglichen Spur:

Gras, auseinandergeschrieben. Die Steine, weiß,
mit den Schatten der Halme:
Lies nicht mehr – schau!
Schau nicht mehr – geh!

Geh, deine Stunde
hat keine Schwestern, du bist –
bist zuhause. Ein Rad, langsam,
rollt aus sich selber, die Speichen
klettern,
klettern auf schwärzlichem Feld, die Nacht
braucht keine Sterne, nirgends
fragt es nach dir.
*

Nirgends
fragt es nach dir –

Der Ort, wo sie lagen, er hat
einen Namen – er hat
keinen. Sie lagen nicht dort. Etwas
lag zwischen ihnen. Sie
sahn nicht hindurch.

Sahn nicht, nein,
redeten von
Worten. Keines
erwachte, der
Schlaf
kam über sie.
*

Kam, kam. Nirgends
fragt es –

Ich bins, ich,
ich lag zwischen euch, ich war
offen, war
hörbar, ich tickte euch zu, euer Atem
gehorchte, ich
bin es noch immer, ihr
schlaft ja.
*

Bin es noch immer –

Jahre.
Jahre, Jahre, ein Finger
tastet hinab und hinan, tastet
umher:
Nahtstellen, fühlbar, hier
klafft es weit auseinander, hier
wuchs es wieder zusammen – wer
deckte es zu?
*

Deckte es
zu – wer?

Kam, kam.
Kam ein Wort, kam,
kam durch die Nacht,
wollt leuchten, wollt leuchten.

Asche.
Asche, Asche.
Nacht.
Nacht-und-Nacht. – Zum
Aug geh, zum feuchten.
*

Zum
Aug geh,
zum feuchten –

Orkane.
Orkane, von je,
Partikelgestöber, das andre,
du
weißts ja, wir
lasens im Buche, war
Meinung.

War, war
Meinung. Wie
faßten wir uns
an – an mit
diesen
Händen?

Es stand auch geschrieben, daß.
Wo? Wir
taten ein Schweigen darüber,
giftgestillt, groß,
ein
grünes
Schweigen, ein Kelchblatt, es
hing ein Gedanke an Pflanzliches dran –

grün, ja
hing, ja
unter hämischem
Himmel.

An, ja,
Pflanzliches.

Ja.
Orkane, Par-
tikelgestöber, es blieb
Zeit, blieb,
es beim Stein zu versuchen – er
war gastlich, er
fiel nicht ins Wort. Wie
gut wir es hatten:

Körnig,
körnig und faserig. Stengelig,
dicht;
traubig und strahlig; nierig,
plattig und
klumpig; locker, ver-
ästelt –: er, es
fiel nicht ins Wort, es
sprach,
sprach gerne zu trockenen Augen, eh es sie schloß.

Sprach, sprach.
War, war.

Wir
ließen nicht locker, standen
inmitten, ein
Porenbau, und
es kam.

Kam auf uns zu, kam
hindurch, flickte
unsichtbar, flickte
an der letzten Membran,
und
die Welt, ein Tausendkristall,
schoß an, schoß an.
*

Schoß an, schoß an.
Dann –

Nächte, entmischt. Kreise,
grün oder blau, rote
Quadrate: die
Welt setzt ihr Innerstes ein
im Spiel mit den neuen
Stunden. – Kreise,

rot oder schwarz, helle
Quadrate, kein
Flugschatten,
kein
Meßtisch, keine
Rauchseele steigt und spielt mit.

*

Steigt und
spielt mit –

In der Eulenflucht, beim
versteinerten Aussatz,
bei
unsern geflohenen Händen, in
der jüngsten Verwerfung,
überm
Kugelfang an
der verschütteten Mauer:

sichtbar, aufs
neue: die
Rillen, die

Chöre, damals, die
Psalmen. Ho, ho-
sianna.

Also
stehen noch Tempel. Ein
Stern
hat wohl noch Licht.
Nichts,
nichts ist verloren.

Ho-
sianna.

In der Eulenflucht, hier,
die Gespräche, taggrau,
der Grundwasserspuren.
*

(– – taggrau,
der
Grundwasserspuren –
Verbracht
ins Gelände
mit
der untrüglichen
Spur:

Gras.
Gras,
auseinandergeschrieben.)

 

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Ruínas da Grande Sinagoga do Gueto de Varsóvia, 16 de maio de 1943.

ESTREITO

Enviados ao
terreno
com o inequívoco rastro:

capim, escrito à parte. As pedras, brancas,
com as sombras dos talos:
Leia não — olhe!
Olhe não — vá!

Vá, tua hora
não tem irmãs, você está —
está em casa. Uma roda, lenta,
gira em si mesma, os raios
sobem,
sobem em campo breu, a noite
não pede estrela, nenhures
perguntam por você.

*

Nenhures
perguntam por você —

O lugar onde jaziam tem
um nome — tem
nenhum. Não jaziam ali. Algo
jazia entre eles. Não
viam através.

Não viam, não,
falavam de
palavras. Nenhum
despertou, o
sono
veio sobre todos.

*

Veio, veio. Nenhures
perguntam —

Eu sou, eu,
eu jazia entre vocês, estava
aberto, estava
audível, tiquei pra vocês, seu alento
assentiu, sou
eu ainda, vocês
dormem sim.

*

Sou eu ainda —

anos.
Anos, anos, um dedo
tateia acima, abaixo, tateia
em torno:
Suturas, palpáveis, aqui
tudo se fende à parte, aqui
tudo se junta outra vez — quem
o cobriu?

*

O cobriu —
quem?

Veio, veio.
Veio uma palavra, veio,
veio pela noite.
queria luzir, queria luzir.

Cinzas.
Cinzas, cinzas.
Noite.
Noite-e-noite. — Vá
no olho, no úmido.


no olho,
no úmido —

ciclones.
ciclones, desde sempre,
borrasca de partículas, o outro,
você
bem sabe, nós
o lemos no livro, era
opinião.

Era, era
opinião. Como
nos tocamos —
como com
estas
mãos?

Também está escrito que.
Onde? Nós
fizemos silêncio sobre isso,
veneno-estático, imenso,
um
verde
silêncio, um sépalo, nele
pende um pensamento de vegetal —

verde, sim
pende, sim
sob um perverso
céu.

De, sim,
vegetal.

Sim.
Ciclones, borras-
cas de partículas, sobrou
tempo, sobrou,
pra tentar com a pedra – ela
foi acolhedora, ela
não cortava a palavra. Como
estávamos bem:

granulada,
granulada e fibrosa. Hasteada,
densa;
uval e radiante; renal,
plana e
grumosa; porosa, rami
ficada – ela, isso
não cortava a palavra,
falava:
falava com gosto a olhos secos, antes de cerrá-los.

Falava, falava.
era, era.

Nós
não cedemos, paramos
de pé no meio, um
prédio-poro, e
ele veio.

Veio sobre nós, veio
através, remendou
invisível, remendou
na última membrana,
e
o mundo, um milicristal,
medrou, medrou.

Medrou, medrou.
Então —

Noites, desmistas. Círculos
azuis ou verdes, rubros
quadrados: o
mundo põe seu mais íntimo
em jogo com as novas
horas. — Círculos,
rubros ou negros, claros
quadrados, sem
sombra de voo,
sem
prancheta, sem
alma-fumo que sobe e segue o jogo.

Sobe e
segue o jogo —

No voo da coruja, junto
à lepra pétrea,
junto
às nossas mãos fugidas, na
mais nova recusa,
sobre
o para-balas no
paredão enterrado:

visível, de
novo: os
sulcos, os

coros, outrora, os
salmos. Ho, ho-
sianna.

Assim
estão de pé os templos. Uma
estrela
talvez mantenha a luz.
Nada,
nada está perdido.

Ho-
sianna.

No voo da coruja, aqui
as conversas, gris-dia,
dos rastros de aquíferos.

( — — gris-dia,
dos rastros de aquíferos —

Enviados ao
terreno
com
o inequívoco
rastro:

Capim.
Capim,
escrito à parte.)

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poesia, tradução

Maria Luise Weissmann, por Gabriel Rübinger-Betti

Maria_Luise_WeissmannMaria Luise Weissmann nasceu em Schweinfurt no ano de 1899. Ainda criança, mudou-se para Hof e, em seguida, Nuremberg, onde viveu durante os anos da Primeira Guerra Mundial. Publicou suas primeiras obras em 1918 no jornal Fränkischer Kurier sob o pseudônimo de M. Wels. A partir de então, Weissmann passou a tecer amizades com várias figuras da literatura de seu tempo, como Georg Britting, que publicou alguns de seus poemas no seu jornal expressionista Die Sichel. Nesse mesmo ano também conheceu seu futuro cônjuge, o editor Heinrich F. S. Bachmair.

Em 1919 mudou-se para Munique e passou a trabalhar na livraria recém-fundada Die Bücherkiste. Nessa época, além de se aproximar do budismo, participou da associação literária revolucionária Das Junge Franken. Em 1920 mudou-se para Pasing, logo após a libertação de Bachmair, que estivera preso por um ano e meio por motivos políticos. Os dois casaram-se em 1922, passando a viver nos anos seguintes em Pasing, Dresden e Munique. Naquele ano publicou, na editora de Bachmair, seu primeiro livro: Das frühe Fest. Publicou, em seguida, o ciclo de poemas Robinson (1924), uma série de sonetos sob o título Mit einer kleinen Sammlung von Kakteen (1926), além de traduções de Paul Verlaine (1927) e Pierre Louÿs (1931).

Faleceu repentinamente aos 30 anos, em Munique, em decorrência de uma angina. Vários textos e ensaios foram publicados de maneira póstuma por Bachmair no livro Gesammelte Dichtungen (1932).

Embora a obra de Weissmann seja pouquíssimo conhecida fora da Alemanha, seus poemas possuem uma qualidade literária indiscutível, dialogando com a literatura de sua época, principalmente Rilke. Os três poemas aqui traduzidos foram retirados de Das frühe Fest (1922).

Gabriel Rübinger-Betti

 

Percursos

Devo seguir, todo o dia, a te procurar,
que o presságio de te circundar me sustenta
com tua segurança, que a luzir me alenta:
um cacto, fulgor de ouro, ave a cantar,

violino e neve, que uma vez te miraram,
bandeiras de brilhantes cidades e o vento.
Acaso morres quando o sol se extingue lento?
É teu o grito dessas crianças que brincaram?

Vagueio nos tufões, pelo cristal do mar,
– um perfume, talvez, traz a tua lembrança –
nas aleias escuras, e a tanto lugar

devo seguir, rindo ou chorando, na esperança,
devo seguir, todo o dia, a te procurar,
nas trilhas da púrpura noite que não cansa.

 

Fährte

Durch allen Tag muß ich Dich suchend gehn
Und ist so viel, was rings Dich mir verheißt,
Mich mit Gewißheit Deiner schimmernd speist:
Ein Vogelrufen, Glanz des Golds, Kakteen,

Schnee, ach, und Geige, die gesehn Dich haben,
Fahnen der blanken Städte, Windeswehn –
Starbst Du in einer Sonne Untergehn?
War dies Dein Schrei in wehem Spiel der Knaben?

Ich wandre durch Taifun, kristallnen Strahl der Seen,
– Vielleicht, daß Dich ein Duft gefunden macht? –
Durch schwarze und die silbernen Alleen,

Durch Jenen, der geweint, und Den, der lacht, –
Durch allen Tag muß ich Dich suchend gehn,
Zu Dir noch wandert purpurn Pfad der Nacht.

 

Meus olhos

Quando tu vens,
meus olhos voltam-se
à escuridão
como à morte.

Desde que deixaram-te
entrar, (traidores!),
agora vivem sempre
sob a guilhotina.

 

Meine Augen

Wenn Du kommst
Müssen meine Augen
Ins Dunkel kehren
Wie in den Tod.

Seit sie Dich einließen:
Verräterinnen –
Nun leben sie immer
Unterm Beil.

 

Estou muito cansada

Na noite, ao longe, minha janela se inclina.
Sobre os telhados, as nuvens, ramos de flor fina;
a brisa me afaga, bondosa e delicada.
Eu, porém, mantenho as mãos fechadas, pois estou cansada
e escuto, admirada, alados sons de passos,
das pessoas, na rua, a passar. Seus braços
e pés, parecem-lhe tão leves. Somente eu
me deito, em meu grande cansaço acamada.
Às vezes ouço o som de um passo como o teu,
e então, amado, como a música dos passos, leve fico eu,
como as nuvens sobre os telhados – ramo de flor prateada.

 

Ich bin sehr müde

Mein Fenster lehnt sich weit in den Abend hinaus,
Die Wolken stehen über den Dächern, ein Blumenstrauß,
Die Luft streichelt mich und ist sanft und voll großer Güte.
Ich aber halte die Hände gefaltet, denn ich bin müde,
Und höre verwundert auf das beschwingte Schreiten
Der Menschen, die auf der Straße vorübergleiten,
So sehr sind ihnen heute die Glieder leicht.
Nur ich liege, schwergebettet in meine Müde.
Manchmal höre ich einen Schritt, der Deinem gleicht,
Dann bin ich, Geliebter, wie die Musik der Schritte leicht
Und wie die Wolken über den Dächern silberne Blüte.

 

(poemas de Maria Luise Weissmann, tradução de Gabriel Rübinger-Betti)

Gabriel Rübinger-Betti é poeta e tradutor, nascido em Juiz de Fora – MG. De produção diversificada, participou de antologias literárias (entre elas, Lira da Morte, 2012), escreveu peças de caráter teatral (Auto da Fé e Ciência, 2011; A Princesa, 2015) e participou de exposições literárias em São Paulo e Brasília (2010, 2011). Atualmente, se dedica a traduzir escritoras germanófonas.

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crítica, poesia, tradução

Nota sobre o tempo na poesia do séc. XVII, por Matheus Mavericco

Edward Herbert, por Isaac Oliver (1565 - 1617)

Edward Herbert, por Isaac Oliver (1565 – 1617)

Edward Herbert (1583-1648), Barão de Cherbury, foi poeta, soldado, diplomata e nobre inglês. Podemos pensar a princípio que foi muita coisa, mas na verdade não creio que é bem por aí pois tratamos de ocupações muito parecidas entre si. De todo modo, tal acúmulo foi importante para que Herbert professasse algumas ideias um tanto quanto avançadas demais para a época.

A época: século XVII. As ideias: expostas num livro chamado De veritate, publicado em 1624. Nele, o autor, com intuições pré-kantianas, busca responder à questão “como podemos conhecer a verdade?” (Isto é, busca entender não as verdades da Fé mas as do entendimento: 1937, p. 71.) Para tanto, ele divide a existência humana como sendo guiada por quatro faculdades (visto que a verdade, para ele, é conformidade dessas faculdades a um objeto: p. 80): o instinto básico (que possui uma ligação íntima ao lado animalesco do homem), o sentido interno (que seria, em conjunto, algo como a consciência), o sentido externo (que seriam nossos cinco sentidos), e a razão. Com estas faculdades em mãos, a pessoa pode ter acesso às chamadas “noções comuns” (p. 117-119), isto é, às noções que são aceitas universalmente em qualquer tempo ou espaço. Até aqui nada de mais. O problema é quando Herbert aplica essa ideia às verdades religiosas (pois o que é universalmente reconhecido só pode sê-lo graças à Providência: p. 77), implicando, por conseguinte, que as verdades religiosas podem vir a qualquer pessoa (e estão em qualquer lugar: p. 83-84) e não, como a igreja então apregoava, somente a autoridades. Uma encrenca e tanto, você não acha? Por muito menos a igreja acabava com a vida do cara. Oras: o que fez com que Herbert se safasse foi sua estirpe…

Da produção poética do autor, costuma-se destacar um poema de ocasião denominado “To his watch, when he could not sleep”. Trata-se de um poema que gira em torno do tema da insônia, mas que possui implicações dignas de interesse.

Como nota Marshall McLuhan (p. 168-169), o advento do relógio trouxe consigo uma mudança profunda na percepção temporal do homem. Agora estamos falando de uma medição de tempo não mais feita a partir da singularidade da experiência privada, mas sim por unidades abstratas e uniformes que em muitos sentidos faziam com que o homem se aprisionasse na passagem inelutável do tempo de uma maneira muito mais detida e acurada. É dizer: enquanto na medição do tempo por outros métodos (por exemplo as graduações de incenso no Japão e na China até o século XVII, conforme citado por McLuhan: p. 169) nós tínhamos uma forma que ia de encontro à subjetividade de quem a manejasse e pressupunha um certo controle do homem em relação à percepção temporal, para além, claro, da relatividade dessa própria percepção temporal que a variação metodológica incutia, com o advento do relógio nós temos uma uniformização que põe a nós todos diante de um mecanismo de contagem objetivo e certeiro. Estamos diante da finitude humana incontestavelmente posta, o que, conforme diz Michel Foucault (1995: p. 328-334), é um passo importante para a afirmação do entendimento de mundo do homem moderno.

E do homem barroco também, é claro. Arnold Hauser (1968: p. 106-107) lembra que a visão copernicana do Universo trouxe consigo a ideia de que o homem não era mais o centro de tudo (algo cujas consequências diretas estão na planificação das coisas, isto é, tudo está em pé de igualdade ou, no mínimo, o homem já não é mais o centro da Criação) e que, portanto, o homem se via diante do Infinito. É o que ajuda a explicar a desmedida barroca, embora devamos notar que o avanço cientificista ainda não era absoluto e a vida comum ainda se debatia sob o jugo religioso (e daí, por sua vez, as ambiguidades sacro-profanas próprias do Barroco e do século XVII, mediadas pela Contra-Reforma), no que, embora o Universo fosse compreendido como algo infinito, ele ainda assim era unitário e regido por leis maiores, como se fosse todo ele um enorme relógio.

O desprezo que Herbert demonstra em seu poema pode ser explicado por tais balizas. Quando John Donne, por exemplo, em “The Sunne Rising”, diz que para o amor os farrapos do tempo (isto é, as divisões em unidades) são trapos sem valia, ou então quando Shakespeare contrapõe a beleza do amado ao caráter perecível do próprio tempo enquanto estrutura contada (veja-se os sonetos X e LX), ambos exemplos de McLuhan, um e outro estão batendo de frente e de certo modo se debatendo contra a percepção temporal imposta pelo relógio. Não se trata exatamente do tema do carpe diem, glosado até a náusea por um poeta como Robert Herrick anos depois ou, no âmbito da obra de Herbert, exposto em poemas como “Ditty in intimation of the spanish entre tantoque el’avril”, com versos quais:

        Pensa no tempo que perdeste hoje.
A longa aurora é curta,
E a curta Idade, longa; o Tempo foge,
E à nossa aurora furta
(…)

Then think each minute that you lose a day.
The longest youth is short,
The shortest Age is long;
Time flies away,
And makes us but his sport
(…)

Ou então no pequeno epigrama “In a glass window for inconstancy”:

        Amor, do espelho transparente,
Frágil, parte os dons e me dá, de
Tal modo que assim aparente,
Clareza e a ti, fragilidade.

Love, of this clearest, frailesr glass,
Divide the properties, so as
In the division may appear
Clearness for me, frailty for her.

Não, não, nada disso. Em “To his watch” o que observamos é um ataque direto e de matizes metafísicos, ataque esse que pode ser visto de maneira ainda mais radical no segundo poema que trazemos para o leitor.

Paul Fleming (1609-1640) foi um médico e poeta alemão, considerado um dos maiores poetas barrocos de seu país. Se na concepção proto-deísta de Edward Herbert em De veritate nós antevíamos repiques kantianos (isto é, tratar do conhecimento humano como mediado por conhecimentos apriorísticos: 2014, p. 31; de se lembrar que para Kant o tempo, junto com o espaço, é uma intuição sensível que permite o conhecimento apriorístico: ibidem, p. 51), no poema de Fleming a coisa é ainda mais impressionante pois nele podemos antever Heidegger. Veja-se um verso como “O Tempo é o que és e és o que é o Tempo”. Agora veja-se por exemplo quando Heidegger diz que o fundamento ontológico original da existencialidade do ser-aí é a temporalidade (§45: 1951, p. 256).

A argumentação central do poema de Fleming é complexa, mas pode ser lida como: nós somos seres temporais, e nós estamos no tempo. Só que o tempo é mais vasto do que nós, ou seja, ele não é somente nós, de modo que nós, enquanto seres temporais, somos o tempo mas, à medida que vivemos, o somos cada vez menos, isto é, vamos nos encaminhando à morte, e a morte é um não-mais-ser-tempo. Seria bom, dado isto, que existisse um algo maior do que o tempo que anulasse o tempo e ao qual pudéssemos nos agarrar… Sim, seria. A explicação da época era: esse algo, atemporal, eterno, é Deus. E quando chegamos a Deus, é dada como encerrada a angústia temporal que marcava o homem da época bem como seu desprezo frente ao tempo mecânico, o que, se por um lado no poema de Herbert se reveste de uma certa empáfia e certeza, no caso do poema de Fleming ganha o caráter de um largo desespero que assola o eu lírico.

É uma dualidade interessante, pois, enquanto no poema de Herbert nós temos uma certa tranquilidade por parte do eu lírico, por exemplo quando ele traz na primeira estrofe a ideia de uma sucessão que no fim das contas é suprimida pela passagem inelutável do Tempo e a aproximação da morte, e isso até o momento em que o próprio Tempo se desfaz (como se o poema todo fosse uma série de círculos cada vez se expandido mais); no poema de Fleming nós temos uma repetição nauseante da palavra “Tempo” que vai se imbricando e se emaranhando, de modo que a solução final da Eternidade dissolvendo o Tempo não parece ser tão eficaz assim uma vez que o poeta, num esquema de dúvidas e de questionamentos da capacidade humana de compreensão do Tempo, desfaz as bases para qualquer certeza ou mesmo para qualquer avanço temporal que seja.

Tal solução divina não é de se espantar uma vez que, como dito mais acima, o século XVII foi mediado pela Contra-Reforma, é dizer: a herança renascentista de cunho cientificista, humanista e greco-romana foi fortemente confrontada pela igreja que, por intermédio da Contra-Reforma, criou uma espécie de dique para conter os avanços do racionalismo da época (Coutinho: 1976, p. 97-101). Sabemos que não deu muito certo pois logo o século das Luzes estaria batendo à porta; todavia, foi eficiente enquanto durou e de acordo, claro, com cada país (na Inglaterra por exemplo nem tanto), o que redundou, artisticamente, no forte jogo de contrastes da poesia barroca e no paroxismo que ela frequentemente incorre para provar a vanidade dos instrumentos racionais (ibidem, p. 106). Cumpre também citar que esse gosto pelos contrários levou a literatura da época a reencetar a constante maneirista da literatura (Curtius: 1973, p. 273-274), valendo-se de instrumentos como a inventividade metafórica (ibidem, p. 280-282; por exemplo os ponteiros do relógio no poema de Herbert como Death’s Auditors) ou a chamada annominatio (ibidem, p. 278-280), que é o trazer formas inflexionadas de uma mesma palavra ou homófonas dela em excesso (visto por exemplo na repetição de Zeit, Tempo, e dos ecos em -ei- no poema de Fleming).

*

O poema de Edward Herbert foi traduzido por Pedro Mohallem. O Pedro tem 19 anos, é itajubense (MG) e hoje reside em São Paulo. Estuda Letras na USP e publica seus textos na sua página de facebook, Palavras de Calebe Cruz, e no seu blog pessoal, Esta pouca cinza fria. Acompanho sua produção desde os tempos de Recanto das Letras, e posso dizer que é um poeta que compensa acompanhar. “Confidência do boticário“, por exemplo, é um dos melhores poemas satíricos que li no ano.

Já a tradução do poema de Paul Fleming é de Augusto de Campos, publicada originalmente pela editora Noa Noa (1992) na coletânea Irmãos germanos. Infelizmente, uma coletânea esgotada… Nós realmente precisamos de um livro com as traduções esparsas de Augusto de Campos.

*

COUTINHO, Afrânio. Introdução à literatura no Brasil. 8ª ed. Rio de Janeiro: Civilização Brasileira, 1976.
CURTIUS, E. R. European literature and latin middle ages. Trad. Willard R. Trask. New Jersey: Princeton UP, 1973.
FOUCAULT, Michel. As palavras e as coisas. Trad. Salma Tannus Muchail. São Paulo: Martins Fontes, 1995.
HAUSER, Arnold. Historia social de la literatura y el arte. Volume II. Trad. A. Tovar e F. P. Varas-Reyes. Madrid: Ediciones Guadarrama, 1968.
HEIDEGGER, Martin. El ser y el tiempo. Trad. José Gaos. México: Fondo de cultura económica, 1951.
HERBERT, Edward. De veritate. Trad. Meyrick H. Carré. Bristol: Bristol UP, 1937.
KANT, Immanuel. Crítica da razão pura. Trad. J. Rodrigues de Merege. São Paulo: Saraiva de Bolso, 2014.
MCLUHAN, Marshall. Os meios de comunicação como extensões do homem. Trad. Décio Pignatari. São Paulo: Cultrix, 1974.

§
 A SEU RELÓGIO, SEM CONSEGUIR DORMIR.

Edward Herbert, trad. Pedro Mohallem.

Minutos incessantes, de hora em hora,
Conta-se o tempo e se desconta a vida,
Que, mesmo sendo longa, é suprimida
Por vossos curtos passos; pois embora

Evada de si mesma, não evade
De vós, Fiscais da Morte, que ajuntais
E igualmente partis pela metade
O quanto a vida inspire; em vós, mortais,

Esperamos o Fado, cujas Leis
Marcais, trazeis, cumpris, provendo termos
Ao bom e ao novo – e, enquanto em vós morrermos,
No Eterno morre o Tempo, onde morreis.

TO HIS WATCH, WHEN HE COULD NOT SLEEP.

Uncessant Minutes, whil’st you move you tell
The time that tells our life, which though it run
Never so fast or farr, you’r new begun
Short steps shall overtake; for though life well

May scape his own Account, it shall not yours,
You are Death’s Auditors, that both divide
And summ what ere that life inspir’d endures
Past a beginning, and through you we bide

The doom of Fate, whose unrecall’d Decree
You date, bring, execute; making what’s new
Ill and good, old, for as we die in you,
You die in Time, Time in Eternity.

§

MEDITAÇÃO SOBRE O TEMPO.

Paul Fleming, trad. Augusto de Campos.

Vives no Tempo sem saber o que é o Tempo;
Ignoras de onde vens e no que te deténs.
Sabes apenas que num Tempo foste feito
E que num outro Tempo ainda serás desfeito.
Mas o que foi o Tempo que te trouxe incluso?
E o que há de ser aquele que te faz sem uso?
O Tempo é sim e não, o homem se multiplica,
Mas o que é este Sim-e-Não ninguém explica.
O Tempo morre em si e a si mesmo renasce.
O de que tu e eu viemos, de nós mesmos nasce.
O homem está no Tempo e o Tempo está no homem,
Mas o Tempo resiste enquanto o homem some.
O Tempo é o que és e és o que é o Tempo,
Embora tenhas menos do que o Tempo tem.
Ah, se esse outro Tempo, sem Tempo, chegasse
E a nós, de nosso Tempo, esse Tempo arrancasse,
E de nós mesmos, nós, para sermos também
Como esse Tempo, que nenhum Tempo contém.

GEDANKEN ÜBER DIE ZEIT.

Ihr lebet in der Zeit und kennt doch keine Zeit;
so wisst, ihr Menschen, nicht von und in was ihr seid.
Dies wisst ihr, dass ihr seid in einer Zeit geboren
und dass ihr werdet auch in einer Zeit verloren.
Was aber war die Zeit, die euch in sich gebracht?
Und was wird diese sein, die euch zu nichts mehr macht?
Die Zeit ist was und nichts, der Mensch in gleichem Falle,
doch was dasselbe was und nichts sei, zweifeln alle.
Die Zeit, die stirbt in sich und zeugt sich auch aus sich.
Dies kömmt aus mir und dir, von dem du bist und ich.
Der Mensch ist in der Zeit; sie ist in ihm ingleichen,
doch aber muss der Mensch, wenn sie noch bleibet, weichen.
Die Zeit ist, was ihr seid, und ihr seid, was die Zeit,
nur dass ihr wenger noch, als was die Zeit ist, seid.
Ach dass doch jene Zeit, die ohne Zeit ist, käme
und uns aus dieser Zeit in ihre Zeiten nähme,
und aus uns selbsten uns, dass wir gleich könnten sein,
wie der itzt jener Zeit, die keine Zeit geht ein.

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poesia, tradução

3 sonetos a orfeu, por william zeytounlian

RILKE_1.jpg Producción ABC.

II.1

Respirar, ah, poesia invisível!
Câmbio puro e contínuo entre o espaço
e o ser. Contrapeso castiço,
em cujo compasso me enlaço.

Única onda nos ares,
em cujo mar, progressivamente, me faço;
o menor de todos possíveis mares, –
conquista do espaço.

Quantas dessas estâncias de espaço não via
nascerem em mim? Muitos ventos
são cria minha.

Me reconheces, ar, cheio de partes da minha lavra?
Tu, que foste já casca lisa,
elipse e folha de minhas palavras.

II.1

Atmen, du unsichtbares Gedicht!
Immerfort um das eigne
Sein rein eingetauschter Weltraum. Gegengewicht,
in dem ich mich rhythmisch ereigne. 



Einzige Welle, deren
allmähliches Meer ich bin;
sparsamstes du von allen möglichen Meeren, –

Raumgewinn. 



Wieviele von diesen Stellen der Raume waren schon 

innen in mir. Manche Winde 

sind wie mein Sohn. 



Erkennst du mich, Luft, du, voll noch einst meiniger Orte? 

Du, einmal glatte Rinde, 

Rundung und Blatt meiner Worte. 

I.22.

Sempre estamos em via.
Mas do tempo a passar,
o que há de ficar
é só ninharia.

O que hoje se apura
acabará logo, em breve;
só o que perdura.
nos comove e compele.

Jovem, não gaste atitude
em ousada corrida,
ou voo tentador.

Tudo está na quietude:
breu, luz do dia,
livro e flor.

I.22.
Wir sind die Treibenden.
Aber den Schritt der Zeit,
nehmt ihn als Kleinigkeit
im immer Bleibenden.

Alles das Eilende
wird schon vorüber sein;
denn das Verweilende
erst weiht uns ein.
Knaben, o werft den Mut
nicht in die Schnelligkeit,
nicht in den Flugversuch.

Alles ist ausgeruht:
Dunkel und Helligkeit,
Blume und Buch.

II.29
Amigo silente de tantas distâncias,
sente como ao sopro o espaço dilata.
Que do triste campanário uma sonância
de ti ecoe. Pois isso, que hoje te traga,

será força amanhã, força redobrada.
Que a metamorfose seja o teu caminho!
Qual experiência parece a mais árdua?
Se beber for amargo, faz-te vinho.

Nesta noite fora de medida, ousa ser
a magia no cruzamento dos sentidos,
o sentido que esse estranho encontro causou.

E quando aquilo que é terreno te esquecer,
diz, pois, à terra firme e inerte: eu sigo!
E às águas corredeiras, diz: eu sou!

II.29

Stiller Freund der vielen Fernen, fühle,
wie dein Atem noch den Raum vermehrt.
Im Gebälk der finstern Glockenstühle
laß dich läuten. Das, was an dir zehrt,

wird ein Starkes über dieser Nahrung.
Geh in der Verwandlung aus und ein.
Was ist deine leidendste Erfahrung?
Ist dir Trinken bitter, werde Wein.

Sei in dieser Nacht aus Übermaß
Zauberkraft am Kreuzweg deiner Sinne,
ihrer seltsamen Begegnung Sinn.

Und wenn dich das Irdische vergaß,
zu der stillen Erde sag: Ich rinne.
Zu dem raschen Wasser sprich: Ich bin.

(rainer maria rilke, trad. william zeytoulian)

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O Divan de Goethe, por Daniel Martineschen

"Goethe na Campânia Romana", 1786, por Johann Heinrich Wilhelm Tischbein.

“Goethe na Campânia Romana”, 1786, por Johann Heinrich Wilhelm Tischbein.

hoje é aniversário do velho goethe,
por isso este post-homenagem
com um dos que tentam
mantê-lo vivo, jovem.
mantê-lo em viço
na nossa língua.

guilherme gontijo flores

* * *

West-östlicher Divan

O West-östlicher Divan é uma das obras mais controversas e de recepção mais complicada de Goethe. Não bastasse o título de cara misteriosa – que usa um quase-neologismo um tanto quanto modernoso (“west-östlich”) e um termo que chama todo o imaginário europeu da época sobre o Oriente (“Divan”) –, os poemas se valem de um temário e uma imagética que, mesmo que ele diga que não, apelam para o “exótico” relativo ao Oriente, em especial o Oriente muçulmano e das “Mil e uma noites”. Além disso, a posição autoral é difusa, por motivos que vou abordar a seguir. Para finalizar, o Divan tem duas partes: uma primeira, composta de 12 livros de poemas, e uma segunda, em prosa, intitulada “Notas e reflexões para melhor compreensão”. Tudo isso ajuda a tornar o Divan, nas palavras do crítico Hendrik Birus, “um livro sob sete selos”.

Goethe começou a escrever o Divan em 1814, após ler a primeira tradução integral para o alemão do poeta persa Hafez de Shiraz (~1320-~1389), feita pelo orientalista austríaco Joseph von Hammer. Dessa leitura – feita na viagem de coche a termas próximas a Weimar – surgiu a inspiração para que, nas palavras do próprio Goethe, ele “encontrasse motivo para tomar sua própria posição”. Mais do que seguir a mania tradutória da época, Goethe quis dar a sua contribuição por meio da sua própria obra, que teve sua primeira edição em 1819 e uma segunda em 1827. O Divan de Goethe é, portanto, um convite para uma viagem poética ao Oriente.

Essa viagem já se anuncia no primeiro poema, “Hégira”, do “Livro do Cantor”, que como que resume o Divan inteiro e remete tanto à fuga de Maomé para Medina quanto à própria fuga de Goethe – do mundo burocrático e bélico napoleônico do início do XIX para a terra da poesia. A viagem se prolonga por todos os doze livros – que levam à Pérsia de Hafez à sabedoria corânica, da sabedoria proverbial à contemplação religiosa, do amor carnal à bebedeira – e não termina no último livro, “Livro do Paraíso”: a seção de “Notas” é epigrafada por um poema que convida à terra da poesia todo aquele que quiser entendê-la. As “Notas”, então, não são um apêndice bibliográfico, mas a continuação da viagem iniciada pelos poemas.

A autoria do Divan é complexa: se a maioria esmagadora dos poemas é da pena de Goethe, alguns são da de Marianne von Willemer, um dos muitos amores do poeta e que, num jogo poético de máscaras, é representada por Zuleica, a amada de Hatem. Muitos dos poemas são traduções ou apropriações, tanto de poemas inteiros de Hafez ou outros poetas persas, quanto de versos do Corão, quanto também de verbetes enciclopédicos (como é o caso do “Inverno e Timur” abaixo). Essa difusão torna o Divan uma obra claramente mista: poesia persa travestida de alemã, mas sem poder ser chamada de “tradução propriamente dita” – pelo menos na sua maior parte. Por outro lado, é uma obra de tradução, no sentido em que dá testemunho da convivência de um poeta com outro.

Essa convivência não é neutra nem acidental. Goethe aborda o Oriente segundo seus padrões de religião, cultura, língua e literatura; de maneira seletiva, valoriza o Islã por ser uma Offenbarungsreligion, uma religião de revelação, e rejeita a “idolatria” indiana. Sua imagem do “árabe” é também uma construção, pois jamais esteve perto de qualquer país do Oriente. Para ele, o “árabe” é honrado, tem honra tribal, espírito de pertença, respeita tradições, mas é ávido por guerra, vingativo e irascível. Uma posição um tanto quanto questionável se tentarmos enxergar o Divan como obra de intercâmbio cultural.

O Divan também é tido por boa parte da crítica como uma obra exemplar da Weltliteratur como concebida por Goethe (a literatura que surge no entrelugar, a partir do intercâmbio entre os literatos), tanto por congregar em si a Weltpoesie, a poesia mundial, quanto por manifestá-la via tradução, um dos modos de realização da Weltliteratur segundo o próprio Goethe.

Mesmo com todas essas qualidades e complexidades, o Divan é um ilustre desconhecido fora da germanística. Para o inglês há várias traduções, mas para todas as demais línguas europeias em que há tradução existe somente uma, muitas delas em prosa (como a francesa) ou antigas e esgotadas. Por outro lado, o Divan tem uma larga recepção no mundo islâmico e oriental “como um todo”, tendo sido traduzido para o persa, árabe, turco, azerbaijano, turcomento, tadjique, japonês e mandarim – das que tenho notícia. Na nossa língua pátria, temos umas poucas traduções – Manuel Bandeira traduziu o poema “Selige Sehnsucht” como “Anelo”, e na coletânea apresentada recentemente pelo Adriano há alguns poucos poemas traduzidos. O capítulo “Traduções” das “Notas” é o trecho mais conhecido do Divan como um todo, por apresentar o momento de reflexão mais concentrada de Goethe sobre tradução (o que eu considero uma desproporção, pois esse capítulo só é o ápice, a ponta do iceberg tradutório que é movimentado pelo Divan como um todo).

Selecionei os poemas abaixo do “Livro do cantor”, como uma amostra do Divan. As quadrinhas “Vinte anos fiz fluir” e “É na terra do poema” epigrafam respectivamente o “Livro do cantor” e as “Notas”. Os poemas são “Hégira”, “Talismãs”, “Confissão” e “Anelo abençoado”. A edição consultada é a da editora Deutscher Klassiker Verlag, mas há edições de bolso baratas e, claro, o Projeto Gutenberg e o Zeno.org (tá tudo lá).

Por fim, o título. Como ainda não há tradução do West-östlicher Divan para o português, refere-se a ele normalmente como Divã ocidental-oriental ou Divã do Ocidente e do Oriente. Penso que West-östlich tem em si tanto um movimento do Ocidente em direção ao Oriente quanto um paralelismo, um balanceamento entre as duas regiões do globo. Penso que o título tem que corresponder a isso, sem abandonar o adjetivo como faz a versão francesa (“Le Divan”). Minhas propostas atuais são Divã ocidento-oriental e Divã ocidentoriental, esta última com um tom haroldiano, e que acho que gosto mais.

PS: Publiquei um pequeno ensaio na edição 79 da Revista Brasileira sobre problemas de tradução do Divã: http://www.academia.org.br/abl/cgi/cgilua.exe/sys/start.htm?infoid=16360&sid=31, seção “Pars Orientalis”.

Bônus: O maestro argentino Daniel Barenboim, juntamente com Edward Said, fundaram uma orquestra internacional, formada por músicos israelenses e palestinos, como manifestação contra o conflito na região. O nome da orquestra? West-eastern Divan (http://www.west-eastern-divan.org). Como diz um poema do espólio: “Quem a si e outros conhece/Há de aqui acreditar:/Oriente e ocidente/Não vão mais se separar” [“Wer sich und andere kennt/Wird auch hier erkennen:/Orient und Okzident/Sind nicht mehr zu trennen”].

Daniel Martineschen

* * *

Zwanzig Jahre ließ ich gehn
Und genoß was mir beschieden;
Eine Reihe völlig schön
Wie die Zeit der Barmekiden

Vinte anos fiz fluir
de uma vida bem vivida;
maravilhas a fruir
qual na era Barmecida.

§

Hegire

Nord und West und Süd zersplittern,
Throne bersten, Reiche zittern,
Flüchte du, im reinen Osten
Patriarchenluft zu kosten,
Unter Lieben, Trinken, Singen
Soll dich Chisers Quell verjüngen.

Dort, im Reinen und im Rechten,
Will ich menschlichen Geschlechten
In des Ursprungs Tiefe dringen,
Wo sie noch von Gott empfingen
Himmelslehr in Erdesprachen
Und sich nicht den Kopf zerbrachen.

Wo sie Väter hoch verehrten,
Jeden fremden Dienst verwehrten;
Will mich freun der Jugendschranke:
Glaube weit, eng der Gedanke,
Wie das Wort so wichtig dort war,
Weil es ein gesprochen Wort war.

Will mich unter Hirten mischen,
An Oasen mich erfrischen,
Wenn mit Karawanen wandle,
Schal, Kaffee und Moschus handle;
Jeden Pfad will ich betreten
Von der Wüste zu den Städten.

Bösen Felsweg auf und nieder
Trösten, Hafis, deine Lieder,
Wenn der Führer mit Entzücken
Von des Maultiers hohem Rücken
Singt, die Sterne zu erwecken
Und die Räuber zu erschrecken.

Will in Bädern und in Schenken,
Heil’ger Hafis, dein gedenken,
Wenn den Schleier Liebchen lüftet,
Schüttelnd Ambralocken düftet.
Ja, des Dichters Liebeflüstern
Mache selbst die Huris lüstern.

Wolltet ihr ihm dies beneiden
Oder etwa gar verleiden,
Wisset nur, daß Dichterworte
Um des Paradieses Pforte
Immer leise klopfend schweben,
Sich erbittend ew’ges Leben.

Hégira

Norte e oeste e sul se espalham,
tronos racham, reinos falham.
Foge à terra oriental,
sorve o ar patriarcal;
No amar, beber, cantar
Quíser vai te remoçar.

Onde tudo é justo e puro
Vou buscar com muito apuro
a raça humana, lá na origem,
quando ouvia – sem vertigem –
na sua língua o tom de Deus,
claro outrora para os seus.

Onde os pais ainda honrava,
e outros cultos rejeitava;
Vou gozar do desatino,
com fé ampla e pouco tino,
já que o forte era a palavra,
pois falada era a palavra.

Aos pastores vou mesclar-me,
num oásis saciar-me,
quando em caravana e a pé:
há xale, almíscar e café;
Quero andar pelas picadas
do deserto até as muradas.

Nos rochedos, pela trilha,
com sua mula vai o guia;
às estrelas canta alto –
medo assoma os maus de assalto.
Ó Hafez, sem teus poemas
esta terra tem problemas.

Pelas termas e tavernas
tuas honras canto eternas:
meu benzinho sopra o véu,
cachos d’âmbar solta ao léu
Sim, o poeta, sussurrando,
deixa as houris se corando.

Saibam todos que o invejam
ou que seu caminho pejam,
que as palavras do poeta
fazem súplica discreta
na portada do Eterno
por seu tempo sempiterno.

§

Talismane

Gottes ist der Orient!
Gottes ist der Okzident!
Nord- und südliches Gelände
Ruht im Frieden seiner Hände.

Er, der einzige Gerechte,
Will für jedermann das Rechte.
Sei von seinen hundert Namen
Dieser hochgelobet! Amen.

Mich verwirren will das Irren;
Doch du weißt mich zu entwirren.
Wenn ich handle, wenn ich dichte,
Gib du meinem Weg die Richte.

Ob ich Ird’sches denk und sinne,
Das gereicht zu höherem Gewinne.
Mit dem Staube nicht der Geist zerstoben,
Dringet, in sich selbst gedrängt, nach oben.

Im Atemholen sind zweierlei Gnaden:
Die Luft einziehen, sich ihrer entladen;
Jenes bedrängt, dieses erfrischt;
So wunderbar ist das Leben gemischt.
Du danke Gott, wenn er dich preßt,
Und dank ihm, wenn er dich wieder entläßt.

Talismãs

É de Deus o Oriente,
é de Deus o Ocidente!
Norte ou sul, todo torrão
jaz na paz da Sua mão.

Ele, o único que é Justo,
quer a todos só o justo.
De seus nomes, muitos, cem,
que louvemos este! Amém.

O Errado me confunde,
mas só tu me desconfundes.
Quando ajo ou poeto,
tu me dás caminho reto.

Quando penso no mundano,
realizo um alto plano.
A mente não dispersa pelo pó
se ergue à escuta por si só.

Existem duas graças no respirar:
sorver o ar, dele se liberar.
Um refresca, o outro oprime:
a vida é assim, mista e sublime.
Graça a Deus, se te aperta,
graça a Ele, se liberta.

§

Geständnis

Was ist schwer zu verbergen? Das Feuer!
Denn bei Tage verrät’s der Rauch,
Bei Nacht die Flamme, das Ungeheuer.
Ferner ist schwer zu verbergen auch
Die Liebe; noch so stille gehegt,
Sie doch gar leicht aus den Augen schlägt.
Am schwersten zu bergen ist ein Gedicht;
Man stellt es untern Scheffel nicht.
Hat es der Dichter frisch gesungen,
So ist er ganz davon durchdrungen.
Hat er es zierlich nett geschrieben,
Will er, die ganze Welt soll’s lieben.
Er liest es jedem froh und laut,
Ob es uns quält, ob es erbaut.

Confissão

O que é ruim de esconder? O fogo!
Pois de dia a fumaça o entrega,
E à noite a chama, o monstro, o ogro.
Pior de esconder (e que macega):
O amor; guardado em cura calma,
Pula ágil fora d’alma.
O pior mesmo: esconder um poema,
Pois cobri-lo dá o maior problema.
Se o poeta o recém-cantou,
De poesia ele se encharcou;
Se o poeta o escreveu com classe,
Quer que todo o mundo o abrace.
A todos lê, alegre e forte;
Azar de nós – ou será sorte?

§

Selige Sehnsucht

Sagt es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebend’ge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.

In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt dich fremde Fühlung,
Wenn die stille Kerze leuchtet.

Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.

Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du, Schmetterling, verbrannt.

Und solang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

Tut ein Schilf sich doch hervor,
Welten zu versüßen!
Möge meinem Schreibe-Rohr
Liebliches entfließen!

Anelo abençoado

Conte só a quem é sábio,
pois o povo zomba logo:
louvarei o vivo, volátil,
que deseja a morte no fogo.

Na fresca da noite de amor,
que te gerou e onde geraste,
cai-te estranho dissabor
quando a chama a vela gaste.

Nunca mais quedas sofrido
sob a treva tão sombria.
E se renova em ti o pedido
por mais alta companhia.

Não te impedem as distâncias,
vens voando e encantada;
pela luz tens muitas ânsias.
Mariposa: és chamuscada.

“Morre e te transforma:” assim
que cumprires teu destino,
deixarás de ser, enfim,
nesta terra um peregrino.

Como o caldo vem da cana
e adoça a todo o mundo,
flua amor de minha pena
sem parar nem um segundo.

§

Wer das Dichten will verstehen,
Muß in’s Land der Dichtung gehen;
Wer den Dichter will verstehen,
Muß in Dichters Lande gehen.

É na terra do poema
que se entende o poema;
é na terra do poeta
que se entende o poeta.

 (Goethe, trads. de Daniel Martineschen)

 * * *

Daniel Martineschen (1981-) é tradutor literário, técnico e juramentado de língua alemã, e é doutorando em Estudos Literários na UFPR, traduzindo o Divã como centro da tese (tradução com previsão de publicação para 2016). Traduziu recentemente “Travessia” de Anna Seghers (2013, Ed. UFPR). Tem também formação em informática pela UFPR, joga truco e nada borboleta muito bem.

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Alguns poemas da lírica de Goethe (1749 – 1832)

Goethe_(Stieler_1828)

Johann Wolfgang von Goethe é um daqueles nomes tão portentosos que eu não sei nem por onde começar a falar dele. Nascido em 1749 na Cidade Livre de Frankfurt e morto em 1832, podemos enxergá-lo como um dos últimos dos polímatas, tendo se envolvido não só com literatura (tanto em verso quanto em prosa e crítica), como ficou mais conhecido, mas também com biologia (especialmente botânica e anatomia), geologia (era fascinado por rochas) e física (teoria das cores), e chegou até a ser político. Numa postagem do mês passado sobre Victor Hugo, o Gontijo o inclui ao lado do grande autor francês como um desses canônicos que nós conhecemos, mas não lemos – digo, não em sua obra lírica, pelo menos. De fato, sua prosa, como a de Hugo, ainda é bastante lida (especialmente Os Sofrimentos do Jovem Werther, mas também Os Anos de Aprendizado de Wilhelm Meister), e desde o século XIX temos algumas traduções já do seu Fausto, que vão desde a de António Feliciano de Castilho para a primeira parte (1800 – 1875, em domínio público, pode ser lida clicando aqui) até a tradução completa das partes primeira e segunda feita por Jenny Klabin Segall (1899 – 1967), reeditada recentemente pela editora 34, e os trechos traduzidos e comentados por Haroldo de Campos em seu Deus e o Diabo no Fausto de Goethe (1981). No entanto, para nós como brasileiros é difícil entender o peso que Goethe tem sobre a cultura alemã – tem ou então teve, em parte por conta da Segunda Guerra, quando a grande tradição germânica começa a ser mais questionada (em especial no tocante a uma certa visão comum sobre a literatura que a relacionava ao “cultivo de valores morais”… uma noção cujos problemas, desnecessário dizer, se tornaram então bastante evidentes), em parte porque, para bem ou para mal, nenhum país do ocidente está livre da influência da indústria cultural. Walter Benjamin, por exemplo, conhecia a obra do poeta de trás para frente e o comenta em ensaios e em várias de suas correspondências. Para o historiador da arte Erich Gombrich, a tradição alemã da Bildung é nada menos que “o legado que chega até nós vindo de Goethe”, e mesmo para as comunidades judaicas em geral da Alemanha e da Áustria (entre os que não haviam sido batizados), Goethe era um nome importante, porque simbolizava a adesão dos judeus de classe média-alta à Kultur alemã. Ele chegava, inclusive, a ser citado pelos rabinos em seus sermões.

Os nossos românticos por aqui o leram com atenção, sobretudo Gonçalves Dias (as pessoas nem sempre lembram, mas a famosa “Canção do Exílio” tem uma epígrafe em alemão tirada da canção de Mignon em Wilhelm Meister) e Álvares de Azevedo (o que talvez não agradaria o próprio Goethe, que, apesar de ser considerado um romântico, era no fundo um classicista, e já condenou o tipo de poesia tal como seria feita pelos ultrarromânticos como “poesia de hospital”). Fora isso e uma ou outra alusão esporádica (como em “Paisagem nº 3” de Mário de Andrade, que alude ao poema do Rei de Tule, que é uma canção que faz parte do Fausto, mas também funciona como um poema à parte), a lírica de Goethe me parece algo distante do nosso universo de referências – tanto que encontrar volumes de traduções de poemas curtos é por si já algo raro. Fora a Trilogia da Paixão, traduzida por Leonardo Fróes (L&PM), eu achei um livro da editora Átomo, chamado Poesias escolhidas, organizado por Samuel Pfromm Netto. É dele que retiro então as traduções que estou compartilhando neste post. No caso, a edição não é um livro organizado por um autor que selecionou e traduziu pessoalmente todos os poemas, mas uma coletânea de traduções de diversos outros tradutores, com alguns poucos sendo recorrentes, incluindo o próprio Pfromm Netto. De um ponto de vista de projeto de tradução, essa composição é meio problemática, porque assim não há uma unidade nos métodos aplicados – usar rima x não usar rima (ou quais tipos de rima usar), qual metro em português equivale a qual metro alemão, etc – mas, bem, acho que isso é sintomático do problema maior da falta de traduções de Goethe. No mais, para quem não está familiarizado com o poeta, essa ediçãozinha (algo difícil de encontrar… tem só cinco edições na Estante Virtual agora, por exemplo) é bastante útil. Ele conta com um ensaio introdutório, uma breve biografia, uma nota sobre cada poema selecionado e até uma musicografia, listando obras musicais inspiradas pelo poeta (que se estende por mais de 30 páginas, a maioria de compositores alemães, o que dá alguma ideia do tamanho de sua influência no mundo germânico).

Dito isso, escolhi aqui alguns dos poemas selecionados por Pfromm Netto, muitos deles bastante famosos, de modo a poder fazer algo como uma pequena apresentação para quem, como eu (confesso), não conhece muito dessa faceta goethiana. Eu gostaria de ter incluído também “O aprendiz de feiticeiro” (sim, o que inspirou o compositor Paul Dukas a escrever uma peça sinfônica de mesmo nome, que foi popularizada pelo filme Fantasia, da Disney), bem como o poema “Prometeu”, que provavelmente serviu de inspiração para poetas como Byron e Shelley explorarem o mesmo tema, mas são ambos poemas mais longos e que merecem sozinhos uma discussão à parte e assim eu achei melhor aqui me concentrar na lírica curta.

Adriano Scandolara

(“König in Thule”, musicado por Franz Schubert)

 

Canção do rei de Thule

Houve um rei de Thule, que era
mais fiel do que nenhum rei.
A amante, ao morrer, lhe dera
um copo de oiro de lei.

Era o bem que mais prezava
e mais gostava de usar:
e quanto mais o esvaziava
mais enchia de água o olhar.

Quando sentiu que morria,
o seu reino inventariou,
e tudo quanto possuía,
menos o copo, doou.

Depois, sentando-se à mesa,
fez os vassalos chamar
à sala de mais nobreza
do castelo, sobre o mar.

E ele ergue-se acabrunhado,
bebe o último gole então
e atira o copo sagrado
às ondas que em baixo estão.

Viu-o flutuar e afundar-se,
que o mar o encheu de seus ais.
Sentiu a vista enevoar-se:
E não bebeu nunca mais!

(trad. de Guilherme de Almeida)

 

Der König in Thule

Es war ein König in Thule,
Gar treu bis an das Grab,
Dem sterbend seine Buhle
einen goldnen Becher gab.

Es ging ihm nichts darüber,
Er leert’ ihn jeden Schmaus;
Die Augen gingen ihm über,
So oft er trank daraus.

Und als er kam zu sterben,
Zählt’ er seine Städt’ im Reich,
Gönnt’ alles seinen Erben,
Den Becher nicht zugleich.

Er saß beim Königsmahle,
Die Ritter um ihn her,
Auf hohem Vätersaale,
Dort auf dem Schloß am Meer.

Dort stand der alte Zecher,
Trank letzte Lebensglut,
Und warf den heiligen Becher
Hinunter in die Flut.

Er sah ihn stürzen, trinken
Und sinken tief ins Meer,
die Augen täten ihm sinken,
Trank nie einen Tropfen mehr

 

Livro de leitura

O livro mais primoroso
É o livro do amor;
Eu o li com atenção:
Poucas folhas de alegrias,
Cadernos inteiros de dores;
Para a ausência, um parágrafo.
Reencontro! um curto capítulo,
Fragmentário. De mágoas, tomos inteiros
Repletos de explicações,
Sem término e sem medida.
Oh, Nisami! – Mas, no fim,
Achaste o caminho justo;
O insolúvel, quem o resolve?
Os que se amam e voltam a encontrar-se.

(trad. de Samuel Pfromm Netto)

 

Lesebuch

Wunderlichstes Buch der Bücher
Ist das Buch der Liebe;
Aufmerksam hab ich’s gelesen:
Wenig Blätter Freuden,
Ganze Hefte Leiden;
Einen Abschnitt macht die Trennung.
Wiedersehn! ein klein Kapitel,
Fragmentarisch. Bände Kummers
Mit Erklärungen verlängert,
Endlos, ohne Maß.
O Nisami! – doch am Ende
Hast den rechten Weg gefunden;
Unauflösliches, wer löst es?
Liebende, sich wieder findend.

 

Mar calmo

Tranqüilo, o mar não canta nem ondeia.
O nauta, imerso noutro mar de mágoas,
Os olhos tristes e úmidos passeia
Pela tranqüila quietação das águas.

A onda, que dorme quieta, não espuma;
O astro, que sonha plácido, não canta,
E em todo o vasto mar, em parte alguma
A mais pequena vaga se levanta.

(trad. de Francisca Júlia)

 

Meeresstille

Tiefe Stille herrscht im Wasser,
Ohne Regung ruht das Meer,
Und bekümmert sieht der Schiffer
Glatte Fläche ringsumher.

Keine Luft von keiner Seite!
Todesstille fürchterlich!
In der ungeheuern Weite
Reget keine Welle sich.

 

Mignon

Conheces a região do laranjal florido?
Ardem, na escura fronde, em brasa os pomos de ouro,
No céu azul perpassa a brisa num gemido,
A murta ne se move e nem palpita o louro…
Não a conheces tu? Pois lá… bem, longe, além,
Quisera ir-me contigo, ó meu querido bem!

A casa, sabes tu? Em luzes brilha toda,
E a sala e o quarto. O teto em colunas descansa.
Olham, como a dizer-me, as estátuas em roda:
– Que fizeram de ti, ó mísera criança!
Não a conheces tu? Pois lá… bem, longe, além,
Quisera ir-me contigo, ó meu senhor, meu bem!

Conheces a montanha ao longe enevoada?
A alimária procura entre névoas a estrada…
Lá, a caverna escura onde o dragão habita,
E a rocha donde a prumo a água se precipita…
Não a conheces tu? Pois lá… bem, longe, além,
Vamos, ó tu, meu pai e meu senhor, meu bem!

(trad. de João Ribeiro)

 

Mignon

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
Im dunkeln Laub die Goldorangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht?
Kennst du es wohl? Dahin!
Dahin möcht’ ich mit dir,
O mein Geliebter, ziehn.

Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach,
Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach,
Und Marmorbilder stehn und sehn mich an:
Was hat man dir, du armes Kind, getan?
Kennst du es wohl? Dahin!
Dahin möcht’ ich mit dir,
O mein Beschützer, ziehn.

Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg?
Das Maultier such im Nebel seinen Weg,
In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut;
Es stürzt der Fels und über ihn die Flut.
Kennst du ihn wohl? Dahin!
Dahin geht unser Weg!
O Vater, laß uns ziehn!

 

Noturno do viandante

Tu que lá dos céus promanas,
E aplacas todas as dores,
Que ao duplamente inditoso
Dobradamente consolas,
Cansadou estou desta lida!
Que sentido, acaso, tem
Nossa alegria e pesar?
Doce espírito da paz, vem,
Vem minha alma sossegar!

(trad. de Pedro de Almeida Moura)

 

Wandrers Nachtlied

Der du von dem Himmel bist,
Alles Leid und Schmerzen stillest,
Den, der doppelt elend ist,
Doppelt mit Erquickung füllest;
Ach, ich bin des Treibens müde!
Was soll all der Schmerz und Lust?
Süßer Friede,
Komm, ach komm in meine Brust!

 

Noturno do viandante [outro]

Sobre todos os cimos da montanha há paz,
Mal percebes uma aura pelas frondes;
Emudeceram, na mata, os passarinhos –
Espera, que, dentro em breve, também descansarás.

(trad. de Pedro de Almeida Moura)

 

Ein Gleiches

Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.

(poemas de Goethe, traduções retiradas do volume organizado por Samuel Pfromm Netto)

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